Sonntag, 3. Juni 2007

Chapter 3


In den nächsten zwei Wochen trafen sie sich häufig. Sie gingen zusammen ins Kino, Jon lud Tammy zum Essen ein. Wenn Tammy Zeit hatte, dann rief sie ihn an und sie verbrachten ihre Mittagspause zusammen. Jons Tage wurden eine ganze Ecke freundlicher. Hatte er zuvor oft unter Langeweile gelitten, so waren seine Tage nun ausgefüllter. Er mochte Tammy sehr und sie tat ihm gut. Sie konnte zuhören und munterte ihn auch gelegentlich auf. Sie lachte gerne und steckte ihn mit ihrer guten Laune an. Zu seiner großen Verwunderung entwickelte er nach und nach immer mehr Fürsorge. Hatte er das Gefühl, daß Tammy sich übernahm und müde war, dann hielt er sie behutsam zurück und verschaffte ihr eine kleine Pause. Nicht immer ließ sie das gefügig zu und es kam zu einigen Wortgefechten, aus denen er meistens als Sieger hervor ging. Sobald sie begriff, daß er es nur gut meinte konnte sie auch nachgeben. Doch er lernte auch ihre Hartnäckigkeit und schonungslose Offenheit kennen.

Er lümmelte auf seinem Sofa, nahm den Film im Fernseher gar nicht richtig wahr. Den ganzen Tag schon hatte er vor sich hin gegrübelt und war schlecht gelaunt gewesen. Obwohl er nicht in Stimmung war, hatte er das geplante Treffen mit Tammy nicht absagen wollen. Er hatte schließlich versprochen den Film mit ihr gemeinsam anzusehen. Kurz blickte er zu ihr hinüber. Sie saß im Schneidersitz neben ihm, futterte Chips und trank den Milchshake, den sie mitgebracht hatte. Ihr Blick war auf den Fernseher gerichtet. Leise seufzend öffnete er sich eine weitere Flasche Bier und starrte vor sich hin. Er zuckte erschrocken zusammen, als Tammy ihm den Ellbogen unsanft zwischen die Rippen stieß.
„Hey, du guckst gar nicht richtig hin, Jonny!“ mahnte sie ihn.
Unwirsch schob er ihren Arm von sich.
„Nenn mich nicht Jonny!“
„Und maul du mich nicht krumm von der Seite an!“ schoß sie beleidigt zurück.
Er gab ihr keine Antwort und starrte zur Seite. Kurz darauf schubste sie ihn sanfter an und er drehte ihr das Gesicht zu.
„Was ist los mit dir? Du bist schon die ganze Zeit so still und deine Laune war eindeutig schon mal besser, Jon!“
„Darf ich nicht einfach mal ruhig sein, Tammy? Sorry, ich kann nicht immer den Pausenclown für dich spielen!“ gab er sarkastisch zurück.
Er sah sofort, daß er sie mit seinen Worten verletzt hatte. Kurz berührte er ihren Arm
„Tut mir leid, ich hätte das nicht sagen sollen!“ entschuldigte er sich rasch.
Er sah sie hart schlucken und eine ganze Weile herrschte Schweigen.
„Du hast wieder einen dieser Tage, nicht wahr?“ fragte sie leise.
Überrascht blickte er sie an.
„Wovon sprichst du?“
Sie lächelte ihn nachsichtig an.
„Glaubst du wirklich ich merke nicht wenn du einen dieser depressiven Tage hast? Willst du mir nicht langsam mal sagen was dich bedrückt?“
Er konnte ihrem Blick nicht standhalten, musste weg sehen. Er hätte nie gedacht, daß sie seine manchmal trübe Stimmung wahr genommen hatte. Er hatte sich doch soviel Mühe gegeben es sie nicht merken zu lassen! Sein Instinkt riet ihm zur Flucht! Hastig griff er nach der Fernbedienung, schaltete den Film ab und wollte aufstehen. Tammy war schnell und hielt ihn mit erstaunlicher Kraft am Arm fest.
„Oh nein, du läufst jetzt nicht weg, Jon! Ich werde so lange hier bleiben bis du endlich auspackst! Du wirst mich nicht los, hast du verstanden?“ rief sie aufgebracht.
Ihr eindringlicher Ton ließ ihn kurz innehalten, dann setzte er sich wieder aufs Sofa. Als sie sanft an seinen langen Haaren zupfte, sah er sie an. Sie lächelte ihm aufmunternd zu.
„Bitte sprich mit mir! Ich mache mir Sorgen um dich!“
Der letzte Widerstand in ihm schmolz dahin, als er die Aufrichtigkeit in ihren warmen, braunen Augen erkannte. Seufzend raufte er sich die Haare.
„Mein Leben ist Scheiße! Ich habe keine Band mehr, ich hab keinen Job und ich kann nicht mehr schreiben. Ich langweile mich zu Tode und ich sehe auch keine Zukunft vor mir! Ich habe keine Ahnung wohin ich gehen soll und das ist für mich völlig neu, Tammy! Mein ganzes Leben über hatte ich Träume und Ziele! Jetzt habe ich nichts mehr!“ stieß er stockend hervor.
„Blödsinn, Jon! Warum glaubst du, daß du keine Band mehr hast? Ihr habt doch einfach nur keinen Kontakt im Moment!“ wandte sie ein.
Er lachte bitter auf.
„So einfach ist es auch wieder nicht! Wir sind nicht gerade freundlich auseinander gegangen!“
„Gut, mag ja sein! Aber du hast gesagt, daß ihr euch nicht gestritten habt! Und entschuldige bitte, wenn ich skeptisch bin was die Einschätzung deiner Zukunft angeht! Du bist noch immer mit „Blaze“ ganz oben in den Charts und hast ne Menge Nominierungen und Auszeichnungen dafür eingesackt! Wo bitte liegt das Problem?“ bohrte sie weiter nach.
Unwirsch winkte er ab.
„Der Erfolg ist einfach nicht das Gleiche, Tammy!“
„Warum nicht?“ hakte sie hartnäckig nach.
Jon stöhnte auf, aber seine Abwehr war bereits gefallen.
„Weil ich ihn nicht teilen kann! Nur ich alleine bin dafür verantwortlich, ich muß mich alleine freuen und das schmeckt schal!“ gab er zu.
Liebevoll strich sie ihm über die Hand, die auf seinem Knie ruhte. Er sah zu ihr hinüber, ihr Blick war sanft.
„Und mit wem würdest du den Erfolg gerne teilen wollen?“
Er senkte traurig den Kopf, starrte auf seine Füße.
„Mit Rich.“
Sie lachte leise und drückte seine Finger.
„Und? Hat das jetzt so weh getan?“ zog sie ihn liebevoll auf.
Er musste unwillkürlich grinsen und blickte sie erneut an.
„Du bist wirklich geschickt, Tammy! Aber nein, es hat nicht weh getan! Richie ist nun mal mein bester Freund gewesen und es gibt auf unseren Alben kaum einen Song an dem er nicht beteiligt war. Ich vermisse diese Gemeinschaft und den Spaß, den das Song schreiben mit ihm macht. Er versteht wie kein anderer wie wichtig mir die Songs sind. Ohne ihn bin ich nicht halb so gut wie mit ihm!“
Nachdenklich blickte sie ihn an.
„Das war ja ne echte Liebeserklärung!“ platzte sie heraus.
Schlagartig flammte Ärger in ihm hoch und er sprang auf die Beine. Wütend funkelte er auf sie hinab.
„Auf die Scheiße kann ich verzichten!“ zischte er aufgebracht.
„Hey, daß war ein Joke!“ wehrte sie ab.
„Verdammt schlechter Joke, Tammy!“
Er wandte sich ab und ging an die Hausbar, um sich einen kräftigen Drink einzuschenken.
„Seit wann bist du so humorlos? Himmel, ich finde wirklich total schön, was du über die Freundschaft mit Richie gesagt hast! Hast du ihm das eigentlich jemals gesagt? Weiß er wie viel dir das gemeinsame Songwriting bedeutet?“
Er hatte nicht mitgekriegt, daß Tammy aufgestanden war. Als er sich umdrehte, stand sie nur zwei Schritte von ihm entfernt.
„Nein, darüber haben wir nie gesprochen!“ gestand er zögernd.
Sie trat näher und sah ihm fest in die Augen.
„Dann sag es ihm endlich! Kneif den Arsch zusammen und ruf Richie an! Führt ein offenes Gespräch und schafft die Probleme aus dem Weg! Danach sauft ihr einen zusammen und geht wieder gemeinsam an die Arbeit! Deine Zukunft wird strahlend vor dir liegen und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben Bon Jovi noch ewig und 300 Jahre!“ riet sie ihm engagiert und mit einem Zwinkern in den Augen.
Zunächst wollte er heftig protestieren. Doch ihre Worte hatten haargenau den Punkt getroffen. Er konnte sie nicht ignorieren und wusste gleichzeitig, daß sie Recht hatte. Langsam ging er auf sie zu und zog sie in die Arme.
„Du hast recht und verdammt viel Mumm in den Knochen, Kleines!“ murmelte er in ihr Haar.
Sie befreite sich ein wenig aus der Umarmung und sah ihn ernst an.
„Wenn ich keinen Mumm in den Knochen hätte, dann dürfte ich kein Baby bekommen! Meinst du vielleicht ich freue mich darauf, ein Baby aus meinem Leib zu quetschen? Geschweige denn es vernünftig und liebevoll groß zuziehen? Gott, was seid ihr Männer doch für Weicheier!“ schimpfte sie ruhig mit ihm.
Jon musste leicht grinsen und küsste sie sanft auf die Stirn.
„Dem kann ich wohl nichts mehr hinzufügen!“

Er rief Richie ein paar Tage später tatsächlich an und es lief besser als erwartet. Da Richie noch mit seinem Soloprojekt beschäftigt war, verabredeten sie ein Treffen später in der Woche. Jon war zufrieden und unheimlich erleichtert den Schritt gewagt zu haben. Nun fühlte er sich wieder besser und sah etwas optimistischer in die Zukunft. Spontan lud er Tammy zum Essen ein, um ihr damit für ihren Anstoß zu danken. Sie nahm die Einladung gerne an und freute sich auf den Abend. Wie vereinbart fuhr Jon pünktlich vor ihrem Haus vor um sie abzuholen. Als sie ihm öffnete, stand sie mit hängenden Schultern und im Schlafanzug vor ihm.
„Hi! Warum bist du noch nicht fertig, Tammy?“ fragte er verblüfft. Normalerweise war Tammy auf die Sekunde pünktlich.
Kläglich blickte sie ihn an.
„Ich fühl mich nicht gut, Jon! Tut mir leid, aber aus unserem Abend wird nichts!“ erklärte sie mit leiser Stimme.
Nun war er ernsthaft um sie besorgt und schob sich an ihr vorbei in den Hausflur.
„Was ist los? Stimmt was nicht mit dem Baby?“
Sie schlich vor ihm her ins Wohnzimmer und ließ sich stöhnend aufs Sofa nieder.
„Der Wurm lässt mir heute keine Ruhe! Mir tut der Rücken weh, ich kann mich kaum setzen. Das Kleine tritt mich schon den ganzen Tag wie verrückt und ich bin einfach fix und alle.“ Klagte sie und er sah Tränen in ihren Augen schimmern.
Kurz entschlossen drückte er sie in die Kissen zurück und legte die Decke über sie.
„Bleib liegen und ruhe dich aus! Hast du schon gegessen? Soll ich dir Tee kochen?“
Dankbar blickte sie ihn an und die Tränen fingen an zu kullern. Sanft strich er ihr durch den Lockenschopf und küsste sie auf die Stirn.
„Kleines, du schaffst das schon! Und du weißt doch, wenn ich dir irgendwie helfen kann, dann mache ich es auch! Also, soll ich dir was zu essen machen?“ versuchte er sie zu trösten. Sie nickte und schniefte leise.
Auf dem Weg in die Küche warf er seine Jacke über einen Stuhl. Die Tischreservierung im Restaurant kümmerte ihn nicht mehr, dies hier war wichtiger. Tammy ging es nicht gut und wenn er sich nicht sehr täuschte, dann brauchte sie vor allem eine Schulter zum Anlehnen. Konnte sie haben! Wozu waren Freunde schließlich da!
Hastig kramte er in ihrer Küche nach Brot und bereitete ihr ein Sandwich zu. Schnell war auch Tee gekocht und er brachte alles auf einem Tablett zu ihr ins Wohnzimmer. Tammy lag halb auf dem Sofa, eingekuschelt in die Decke und die Füße hatte sie auf dem kleinen Tisch ausgestreckt. Er stellte das Tablett neben ihr ab und reichte ihr den Teller.
„Jetzt iss erst mal und dann erzählst du mir von deinem Tag! Okay?“
„Danke, du bist so lieb zu mir!“ Sie lächelte sanft und biss herzhaft in das Sandwich.
Während sie aß behielt er sie im Auge und trank einen Schluck Tee. Hin und wieder zuckte sie leicht zusammen und griff sich an den Bauch. Das Kleine musste wirklich heftig treten, denn er hatte Tammy noch nicht oft so gesehen. Kurze Zeit später lehnte sie sich zurück und sah ihn an.
„Das war gut, jetzt fühle ich mich schon besser!“
Er grinste und tippte ihr auf die Nasenspitze.
„Und jetzt gib zu, daß du heute wieder viel zu viel gearbeitet hast! Du musst dich mehr schonen! Hast du vergessen was der Arzt dir geraten hat?“
Sie seufzte tief und wurde ein wenig rot.
„Gut, ich gestehe! Es war heute viel los und im Restaurant ging es drunter und drüber. Eine Kellnerin war krank und ich habe ein bisschen ausgeholfen.“
Jon schüttelte ärgerlich den Kopf.
„Du hast also stundenlang die schweren Teller geschleppt! Bist du eigentlich verrückt? Du wunderst dich nicht wirklich, daß es dir schlecht geht, oder? Dein Baby beschwert sich bei dir, damit du den Unsinn endlich sein lässt!“ schimpfte er ruhig mit ihr.
Erneut füllten sich ihre Augen mit Tränen.
„Ich weiß ja, daß du recht hast! Aber irgendwie vergesse ich immer, daß ich mich nicht mehr so anstrengen soll und mach es einfach! Ich bin doch nur schwanger und nicht krank!“ wehrte sie sich zerknirscht.
Er musste grinsen und stupste leicht gegen ihren Babybauch.
„Das bringst auch nur du fertig, daß du diese Kugel hier vergisst!“ neckte er sie.
Tammy kicherte verlegen, die Tränen waren verschwunden.
„Nicht ganz leicht die Kugel zu übersehen, nicht wahr?“ Sie strich amüsiert über ihren Bauch.
Er schüttelte lachend den Kopf.
„Ne, wirklich nicht! Langsam ähnelst du nun doch Moby Dick!“ zog er sie auf.
Sie nahm es ihm nicht übel und lachte mit. Er war froh, daß sich ihre Stimmung wieder aufgehellt hatte und sie nicht mehr wie ein Häuflein Elend neben ihm saß.
„Wenn du willst kann ich dir auch noch ein wenig den Rücken massieren!“ bot er an.
Erstaunt sah sie ihn mit großen Augen an.
„Kannst du das überhaupt?“ fragte sie.
„Klar, ich bin oft genug durchgeknetet worden und hab davon gelernt! Schlimmer kann es dir danach auch nicht gehen!“
Nachdenklich sah sich Tammy um.
„Hm. Wie soll das gehen? Ich kann mich schließlich nicht auf den Bauch legen!“ gab sie zu bedenken.
Er fand schnell eine Lösung.
„Setz dich im Schneidersitz auf die Couch und dreh dich seitlich zu mir. So wird’s dann schon gehen!“ schlug er vor.
Sie nickte zustimmend und kurz darauf saß sie vor ihm. Jon lupfte kurz den Saum ihres Schlafanzugs und sah, daß sie noch etwas darunter trug.
„Kannst du die Schlafanzugjacke ausziehen? Dann geht’s einfach besser!“
Sie lachte herzlich und drohte ihm über die Schulter hinweg mit dem Finger.
„Wehe du fällst über ne wehrlose Frau her, Mister!“
„Moment, du bist schwanger, aber alles andere als wehrlos! Wofür hältst du mich eigentlich?“ wehrte er sich lachend.
„Das sag ich dir lieber nicht!“ konterte sie und zog dabei die Jacke über die Schultern hinab.
Sie trug nun nur noch ein dünnes, weißes Hemdchen mit schmalen Trägern. Als er die Hände auf ihre Schultern legte, fühlte er erstaunlich feste Muskeln unter der Haut. Sanft begann er ihre Schultern zu massieren.
„Treibst du Sport? Also, ich meine, wenn du nicht gerade ein Baby bekommst!“ fragte er neugierig.
„Hm. Ich gehe gerne Joggen und spiele regelmäßig Tennis. Die Bewegung fehlt mir.“ Erzählte sie.
Während er behutsam ihren Nacken und den Rücken massierte unterhielten sie sich über Sport. Wie er auch hatte Tammy schon viele Sportarten ausprobiert. Sie fanden heraus, daß sie beide im Sommer gerne Schwimmen gingen. Tammy kannte auch den Strandabschnitt, wo er am liebsten badete.
„Wir könnten ja mal zusammen dort spazieren gehen. Im Winter ist es auch schön dort.“ Schlug Jon vor.
„Gerne! Ich war lange nicht mehr am Strand. Oh, kannst du bisschen weiter runter gehen? Das tut gut was du da gerade machst!“ Sie seufzte genießerisch.
Jon lächelte amüsiert und rückte mit den Händen etwas tiefer zu ihren Lendenwirbeln. Behutsam strich er über die Muskeln und fühlte wie sie sich zunehmend entspannten. Er konzentrierte sich auf die Stellen und bald hörte er Tammy leise seufzen. Sie schnurrte wie ein kleines Kätzchen und er gab sich noch mehr Mühe. Doch irgendwann wurden seine Finger einfach müde und er musste aufhören.
„Tut mir leid, aber ich kriege gleich Krämpfe in den Fingern! Geht’s jetzt besser?“ entschuldigte er sich.
Sie blickte kurz über die Schulter und er sah sie zufrieden lächeln.
„Das war himmlisch, Jon! Ich fühle mich wie neu geboren! Herzlichen Dank!“
Bevor er antworten konnte, wurde er von ihrer nächsten Aktion überrascht. Blitzschnell hatte sie hinter sich und nach seinen Händen gegriffen. Zielstrebig zog sie seine Hände auf ihren Bauch und hielt sie dort fest.
„Fühl mal, der kleine Wurm tritt nicht mehr so doll, sondern stupst mich nur noch an! Ich glaube es bedankt sich bei dir!“ verkündete sie ihm vergnügt.
Jon war fasziniert. Zum ersten Mal berührte er Tammys Bauch auf diese Art und Weise und es gefiel ihm ausgesprochen gut! Unter seinen Fingern fühlte er immer wieder leichte Bewegungen und die Vorstellung, daß sich da drin ein Menschenleben rührte, bewegte ihn. Aufmerksam verfolgte er die kleinen Schubser unter seinen Händen.
„Das ist schön.“ Stellte er nach einer ganzen Weile leise fest.
Tammy nickte nur wissend, ließ seine Hände noch immer nicht frei. Erst jetzt wurde ihm bewusst wie nahe er ihr war. Die Situation kam einer Umarmung gleich und er nahm ihren Duft wahr, der von ihrem Nacken und von ihrem Haar ausging. Sie roch nach Frühling, frisch und süß. Er musste hart schlucken und er löste vorsichtig die Hände von ihrem Bauch und rückte ab. Tammy schien nicht zu bemerken, daß ihm der Moment ein wenig zu intim geworden war. Sie zog ihre Schlafanzugjacke über und drehte sich dann wieder zu ihm um. Sie strahlte glücklich übers ganze Gesicht.
„Ich glaube jetzt herrscht Ruhe da drin! Vielen, vielen Dank, Jon! Die Massage hat wirklich gut getan!“
„Fein! Wir können das wiederholen. Sag einfach Bescheid!“ bot er an.
Sie nickte und drückte dankbar seine Hand. Wenig später verabschiedete er sich von ihr und fuhr nachhause. Ihr Abschiedskuss brannte noch lange auf seiner Wange.

Keine Kommentare: